Foto: Werner Koch
Foto: Werner Koch

Berghäuser Straße 44, alte Hausnummer 76

"Meisdasch" (Meisters)

 

Ein Schmied aus Laasphe, Friedrich Bänfer, begann 1884 mit dem Hausbau sowie einer separaten Schmiede an der Straße zwischen den Häusern „Lenes“ und „Ort“. Er musste jedoch sein Anwesen 1892 wieder verkaufen, der Erwerber war Friedrich Meister aus Aue, der mit Helene, geb. Schneider, aus Raumland, verheiratet war. Friedrich Meister stirbt 1905 als Handelsmann, der mit seinem von einem Pferd gezogenen Wagen von Dorf zu Dorf zog und Gemüse, Butter, Eier, Geflügel u. a. verkaufte. Erbe war Rudolf Meister, der sich mit Emilie Stremmel aus Aue vermählt hatte. Sie war eine Schwester von Wilhelm Stremmel, der durch Heirat nach Keiwasch gezogen war. Rudolf Meister starb 1944 als Soldat in russischer Kriegsgefangenschaft während eines Gefangenentransports. Das Erbe trat sein Sohn Manfred Meister an, der es wiederum an seine beiden Kinder übergab. Heutiger Besitzer ist sein Sohn Ernst-Rudolf Meister.

 

Das Obergeschoss des zweistöckigen Gebäudes war viele Jahre an mehrere Familien vermietet worden, u. a. wohnte oben links Willi Strack mit Frau und Sohn. Er war von Beruf Elektriker und hatte sich auf dem Dachboden der ehemaligen Schmiede eine kleine Werkstatt eingerichtet. Die Schmiede diente als Abstellfläche für Geräte etc., stand aber beim Neubau der Berghäuser Straße im Wege und wurde abgerissen. Das Wohnhaus wurde danach durch einen Anbau erweitert, in dem die Sparkasse Wittgenstein von 1965 bis 2021 eine Zweigstelle betrieb. Heute ist hier ein Büro eines Versicherungsunternehmens untergebracht.

 

Ein Blitzeinschlag in das Wohnhaus Mitte der 1970er Jahre verlief glimpflich.

 

 

 

 

Foto: Familie Meister
Foto: Familie Meister

Kontakt

Verein für Heimat, Kultur und Freizeitgestaltung e.V. Berghausen

 

Info@Berghausen-Edertal.de

 

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